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20

Feb

2013

Ingbert Liebing: „Transparenz und Teilhabe durch intelligente Netze“

Der Umbau des Energiesystems beschleunigt sich, das Energiekonzept entwickelt sich weiter: Auf Einladung der Gesellschaft für Netzintegration e.V. (GENI) skizzierte Ingbert Liebing vor einem Fachpublikum in der Landesvertretung Schleswig-Holstein zukünftige Energiestrukturen. Im Rahmen der Veranstaltung „Intelligenter Netzausbau – Stromspeicher“ führte Ingbert Liebing, Bundestagsabgeordneter für Nordfriesland und Dithmarschen-Nord sowie Mitglied im Umweltausschuss, in das Thema ein:
„Ein erfolgreicher und effizienter Netzausbau kann nur mit einem intelligenten Energiesteuerungssystem, welches Angebot und Nachfrage ausbalanciert und das Netz stabil hält, gelingen. Der stetig weiterwachsende Anteil von Erneuerbaren Energien erfordern einen tiefgreifenden Umbau der Energielandschaft  und Ausbau des Stromnetzes in Deutschland.

Intelligente Zähler sind zentrale Bausteine dieses zukünftigen Energiesystems und die Grundlage für den Aufbau von intelligenten Netzen. Durch Smart Metering (intelligente Zähler) und Smart Grids (intelligente Netze) werden Stromerzeuger, Speicher und das Stromnetz mit moderner Informationstechnik steuerbar gemacht. Stromeinsparung, Energieeffizienz und Netzintegration der Erneuerbaren Energien werden so konkret möglich.

Gerade vor der aktuellen Diskussion, um steigende Strompreise, können Smart Grids den Strompreis flexibel halten und unter Berücksichtigung von Umweltaspekten an Angebot und Nachfrage anpasst werden. Damit verbessern wir  die Reaktionsfähigkeit der Märkte. Netz- und Speichertechnologien helfen uns zudem den volatilen Strom, insbesondere aus Wind-, aber auch aus der Sonnenenergie, mittelfristig zum Grundträger unserer Energieversorgung zu machen.
Der Aufbau von Smart Grids und das dafür erforderliche Zusammenwachsen von Energieinfrastruktur und IKT-Struktur ist eine hoch komplexe Aufgabe, die die Bundesregierung in ihrem 6. Energieforschungsprogramm mit 150 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet zukunftsfähiger Netze, intelligenten Verteilernetzen, Übertragungsnetzen und Speichertechnologie fördert.
Das Engagement der Gesellschaft für Netzintegration ist vor diesem Hintergrund lobenswert und förderungswürdig.  Viele innovative Projekte der Energiespeicherung oder des Netzausbaus, die sich in Schleswig-Holstein in Allianzen gebildet haben, tragen als Eckpfeiler zum Gelingen der Energiewende bei. Dies zeigt, unsere Region ist einmal mehr Vorreiter einer energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Entwicklung.  In Schleswig-Holstein befassen sich zahlreiche Unternehmen mit Projekten zur Stromspeicherung und intelligente Stromsteuerung.
Wichtig ist hierbei sich mit allen Akteuren zusammenzusetzen, um einerseits die öffentliche Akzeptanz für den Netzausbau herzustellen und zudem über klare regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen Investitionssicherheit für den Ausbau und die Modernisierung der Netze zu ermöglichen.


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