Do

05

Mär

2009

Schröder / Storjohann: Gesetzgebungsverfahren zum Bau der Fehmarnbeltquerung

Anlässlich der heutigen Debatte im Deutschen Bundestag zum Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung erklären der Vorsitzende der CDU-Landesgruppe Schleswig-Holstein, Dr. Ole Schröder, MdB und der stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe sowie zuständige Berichterstatter im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Gero Storjohann, MdB:

Der Bau einer festen Querung über den 19 Kilometer breiten Fehmarnbelt ist das Kernstück des Staatsvertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Dänemark von September 2008. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung, durch dessen Verabschiedung dieser Vertrag in Deutschland rechtskräftig wird, ist heute Gegenstand der ersten Beratung im Plenum des Deutschen Bundestages. Zuvor hatte sich bereits der Bundesrat beschlossen, keine Einwände zu erheben. Auch im Bundestag wird mit einer deutlichen Mehrheit für dieses Projekt gerechnet. Die Vorteile liegen einfach zu klar auf der Hand. Der Austausch von Ideen, Waren, Dienstleistungen und Know-how zwischen der Metropolregion Hamburg und der ebenfalls äußerst erfolgreichen Region Öresund biete enormes Potenzial für Wachstum und Beschäftigung. Die effizientere Verkehrsführung wiederum bringt auch für den Umweltschutz ein "dickes Plus". Mit dem jetzigen Fährbetrieb können nur sehr wenige Personenzüge und kein einziger Güterzug die den Fehmarnbelt queren. Durch eine feste Querung über den Fehmarnbelt kann beispielsweise auf der Strecke Hamburg - Kopenhagen nicht nur wertvolle Zeit, sondern auch eine Strecke von etwa 140 km gespart werden. Das macht die Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene noch attraktiver. Schleswig-Holstein profitiert von dem Projekt nicht zuletzt durch die baldigen Schienen- und Straßeninvestitionen im Zuge der Hinterlandanbindung unmittelbar und in besonders hohem Maße. Von einer festen Fehmarnbeltquerung gehen langfristige Impulse für Wachstum und Beschäftigung aus, die große Chancen für ganz Nordeuropa darstellen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0