Di
03
Mai
2011
Anlässlich des Kulturgipfels des schleswig-holsteinischen Kultusministers Ekkehard Klug mit einhundert Kulturvertretern am 4. Mai auf Schloss Gottorf erklärt der kultur- und medienpolitische
Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages (2003-2007) Wolfgang Börnsen (Bönstrup) MdB:
Vom Kulturgipfel mit Minister Klug muss ein Signal der Stärkung für die schleswig-holsteinische Kulturlandschaft ausgehen. Die Kulturschaffenden und Kreative sichern ein großes Stück
Zukunftsfähigkeit des nördlichen Bundeslandes. Daher sollten sich die Verantwortlichen dreimal überlegen, ob Kultursparbeschlüsse von Vorteil für das Land sind.
Schleswig-Holstein hat über Jahre an Einwohnern gewonnen aufgrund seiner vielfältigen, ideenreichen und vitalen Kulturlandschaft, in der Spitze wie in der Breite. Daher gibt es für die
Künstlerinnen und Künstler Schleswig-Holsteins keinen Anlass, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Ihre Forderungen sind wohlbegründet.
Die Kultur- und Kreativbranche macht 5,7 Prozent der Gesamtwirtschaft im Norden aus. Sie schafft Arbeitsplätze und kurbelt den Tourismus in unserem Land an. Kulturförderung ist keine Subvention,
sondern eine Investition in die Gesellschaft.
Dass man bei der Kultur nicht sparen soll, macht der Bund seit sechs Jahren vor. Unter den unionsgeführten Bundesregierungen ist der Etat des Kulturstaatsministers jedes Jahr erhöht worden. Die
Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages hat als ein Ergebnis erbracht, dass finanzielle Kürzungen im Kulturbereich gewachsene Strukturen unwiederbringlich zerstören.
Eine Enquete-Kommission des Landtages Schleswig-Holstein zur umfassenden Bestandsaufnahme unserer Kulturlandschaft könnte ein Instrument sein, sich neu über die Ziele und Prioritäten der
schleswig-holsteinischen Kulturförderung zu verständigen.